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Presse
18.11.2011, 12:27 Uhr | Michael Schau - Schau Media Kommunikation Übersicht | Drucken
8. Bundesweiter Vorlesetag - Prominente Vorlesepaten unterwegs
Eberhard Gienger (MdB) wird im Freiberger Kindergarten "Die Murmel" zum beliebten Märchenonkel


von Michael Schau

Freiberg, 18.11.2011.| Als Höhepunkt der ganzjährigen Initiative „Wir lesen vor“ von Stiftung Lesen und DIE ZEIT gemeinsam mit dem Hauptpartner Deutsche Bahn möchte der bundesweite Vorlesetag Begeisterung für das Lesen und Vorlesen weitergeben sowie für die bildungspolitische Bedeutung des Themas sensibilisieren. Lesen ist die Grundlage für jede Art von Bildung. Damit viele Kinder in Deutschland für Bücher und Geschichten begeistert werden können, wurde dieser Vorlesetag ins Leben gerufen.



Der Aktionstag folgt der Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Im letzten Jahr beteiligten sich über 9.000 Vorleserinnen und Vorleser am bundesweiten Vorlesetag, darunter viele Prominente aus Politik, Kultur und Medien.

Im Freiberger Kindegarten "Die Murmel" hatte sich am Freitag der Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger angemeldet. Entgegen sonstiger Repräsentationsaufgeben widmete er sich an diesem Tag allein nur dem Vorlesen, und er hatte eine Menge Spaß daran. Das Buch mit der "Geschichte vom Schrecken aller Monster" hatte er selbst mitgebracht.

Regina Canz, Leiterin der Murmel, war ganz begeistert von der Idee. Und ein bisschen erstaunt war sie auch, nie hätte sie gedacht, dass ein so prominenter Politiker solch einen Zugang zu den Kleinen hätte.

Als wenn Eberhard Gienger nie etwas anderes gemacht hätte setzte er sich auf die vorbereitete Vorlese-Couch. Gebannt scharten sich die Kinder der ersten Gruppe des Kindergartens "Die Murmel" um ihn und hingen an seinen Lippen. Eberhard Gienger erzählte die Geschichte vom Schrecken aller Monster, die vom Sinn her eigentlich nichts anderes vermittelt, als dass man bei vielen Geschehnissen im Leben zuerst einmal selbst nachschaut was los ist, bevor man alle anderen verrückt macht.

Da hatten die Kinder nach dem Ende der Geschichte auch selbst viel zu erzählen. Eberheard Gienger befragte die Kleinen danach, ob sie denn zu Hause auch vorgelesen bekommen. Da gab es kein Halten mehr! Alle hatten was zu erzählen, mal ist es der Bruder, mal die Omi, die abends vor dem Einschlafen vorlesen. Manche gehen aber auch ganz ohne Geschichte ins Bett "weil der Papa ja noch bis spät abends schaffen muss."

Zum Abschluss wollte der Bundestagsabgeordnete noch wissen, ob die Kinder denn auch regelmäßig in der Murmel turnen. Er selbst als ehemaliger Turnweltmeister war da sehr interessiert und ließ sich einige Übungen zeigen. Dann war er selbst dran, gekonnt führte er einen Purzelbaum vor, was die Kinder mit Lachen und Applaus belohnten.

"Vorlesen wird im Kindergarten 'Die Murmel' schon seit Langem regelmäßig angeboten. Dafür stehen einige Elternteile zur Verfügung, die das abwechselnd machen" sagte Regina Canz. Schaut man in die Gesichter der Kinder, wie begierig sie dem Vorlesen folgen, so wird schnell klar, dass der Vorlesetag als bundesweite Aktion Bestand haben muss um den Kindern den Zugang zu dieser wichtigen Basis der Bildung zu bieten.

 

 


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